Texte für Taufeinladungen

Treffen der katholischen Junggesellen ich Vernachlässigst

Erzählung Heute habe ich alles wieder gesehen, alles, wonach ich mich lange sehnte, und von dem ich immer träumte. Die kleine Stadt, in der ich meine ersten Kinderjahre verbrachte, den schiefen Kirchturm, von dem die Glocken so besonders klingen, und den kleinen Friedhof, auf dem die Menschen Platz finden, die sich nicht zur römisch-katholischen Kirche halten. Harald hat sich sehr gewundert. Er hat die Ranken von den Grabsteinen weggeschnitten und dann die Namen gelesen. Annaluise Pankow, geborne von Falkenberg, und Harald Pankow.

Vorwort zur ersten Auflage.

Erster Abschnitt. Des Senators Familienleben. Die heitere Wohnung wird ein Paradies für den Besitzer, ein Ort des Friedens den Freunden, den Bedrängten ein Asyl. Keucht aber im Erdgeschosse die besoldete Mühe im eisernen Dienstjoche, während im obern Stockwerke die Langeweile, die Verdrossenheit, auf einsamen Polstern, hinter kaltem Stein und vornehmen Goldwänden gähnt, — dann, Wanderer, meide die stolze Pforte, wenn außerdem noch so einladend das »Salve« von ihrer Schwelle spricht. In dem Steinhaufen gebietet kein fühlendes Gemüth, und vor dem starren Reichthum floh die Zufriedenheit!

Das Text-Highlight für Ihre Taufkarten

Alle Rechte vorbehalten. Wer abenteuerliche Verwicklungen, romantische Liebesbeziehungen, oder jenen Naturalismus sucht, der die Wahrheit der Lebensverhältnisse nur all the rage Sumpf und Schmutz finden zu schaffen glaubt, für den ist diese Geschichte nicht geschrieben. Und doch macht sie gerade darauf Anspruch, wahr zu sein und Verhältnisse zu schildern, die dem Leben entnommen sind. Nahezu 25 Jahre sind vergangen, seit der Glaubenssatz von der päpstlichen Unfehlbarkeit in Rom aufgezeigt wurde. Es war ein Ereignis, welches die Gemüter der ganzen gebildeten Welt bewegte und die Herzen der katholischen Christen mit bangen Zweifeln und mit Schmerz erfüllte; die Verkündigung jener Lehre hat die volle selbstherrliche Macht Roms einerseits, die Schwäche und Haltlosigkeit klerikal angesehener Kreise andrerseits bekundet. Schwere Seelenkämpfe wurden damals von manchem ehrlich denkenden Katholiken, zumal von manchem katholischen Priester durchgestritten, und ein Bild solcher Kämpfe habe ich versucht, in diesem Werke vorzuführen. Die Gestalten der Erzählung sind wirkliche Typen und gezeichnet ohne jede Gehässigkeit.

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